Journaling Arten #2 – Jetzt wird’s bunt!

Es gibt immer mehr Journaling-Arten, die ihren Weg zu  begeisterten Journalschreibern finden. Bei der Fülle an verschiedenen Methoden ist es nicht ganz leicht, den Überblick zu behalten, deshalb möchte ich euch die verschiedenen Arten des Journalschreibens und -gestaltens kurz vorstellen. Nachdem ich euch im ersten Teil die schreiborientierten Arten vorgestellt habe, widme ich mich im zweiten Teil den künstlerisch-kreativen Formen.

Bullet Journal

Ein weit verbreitetes Phänomen sind Bullet Journals, also Notizbücher, die einerseits als Kalender dienen, aber auch Raum für viele andere Dinge lassen: Listen, Gedanken, das Tracken der Stimmung oder von Gewohnheiten.

Mood Tracker in einem Bullet Journal

Obwohl der Erfinder Ryder Carroll das Bullet Journal als etwas ganz pures entwickelt hat (siehe dazu auch meinen Blogartikel zum Thema), nutzt die Bujo-Community Zeichnungen, Handlettering und Doodles. Auf dem Buchmarkt gibt es jede Menge Ratgeber zur Gestaltung eines Bullet Journals mit Anleitungen und Inspirationen. Inzwischen erscheinen auch spezielle Ratgeber zur kreativen Layouts von sogenannten Mood Trackern. Die persönliche Stimmung kann nämlich auf die irrwitzigsten Weisen visualisiert werden: Mit Lichterketten, Regenschirmen, Zitronen oder Puzzleteilen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Damit ihr euch eine Vorstellung davon machen könnt, wie das Ganze aussehen kann, habe ich euch auf Pinterest eine Pinnwand zusammengestellt.

Pinnwand Bullet Journaling.PNG

Aufschlussreiche Anleitungen für Beginner findet ihr in diesem Brigitte-Artikel oder auf Karrierebibel.de. Faber-Castell bietet außerdem eine Anleitung und Vorlagen zum Download als PDF an. Übrigens, auch ein Bullet Journal kann unter ein bestimmtes Motto gestellt werden. Der Topp Verlag bietet zum Beispiel welche zu den Themen Nähen bzw. Stricken an.

Art Journal

Kommen wir zu den spezielleren, sehr kreativen Journaling-Arten, bei denen es darum geht, sich über das Journal auf künstlerische Art mit seinem Selbst auseinander zu setzen und seinen Emotionen freien Lauf zu lassen. Hier steht vor allem auch die kreative Tätigkeit im Fokus, also das Malen oder Basteln, was ja genauso wie schreiben eine meditative und entspannende Wirkung haben kann.

Das Art Journal ist ein Notizbuch, in das gemalt und gezeichnet wird, um seine Emotionen zum Ausdruck zu bringen. Dabei werden klassischerweise alle möglichen Techniken gemischt, also zum Beispiel darf ein Aquarell mit Kartoffeltechnik und Bleistiftskizzen verschönert werden, wenn man sich gleichzeitig wässrig, grau und hungrig fühlt. Nein, Spaß beiseite. Lasst es euch lieber im Video von einer Expertin erklären.

Junk Journal

Das Junk Journal geht noch einen Schritt weiter, denn hier werden alle möglichen Materialien in ein Journal verwandelt. Fotos, Postkarten, Zeitungsartikel, Stoffe, Aufkleber, Washi Tape, Glanzbilder, Geschenkpapier – hier darf alles zum Einsatz kommen, wie diese drei Beispiele von Instagram zeigen:

Auf YouTube gibt es einige Videos zu Junk Journals. Sie sind meistens recht lang, aber mindestens eines sollte jeder mal gesehen haben. Auch wenn ich mir diese Methode ebensowenig für mich vorstellen kann, wie ein Scrapbook, was vor einiger Zeit ja mal sehr in war, finde ich die Ergebnisse wirklich beeindruckend und sehr hübsch anzusehen.

Bible Journaling

Zuletzt möchte ich noch das Bible Journaling erwähnen. Bible Journaler setzen sich sehr kreativ mit ihrem Glauben auseinander.

Bibel auf einem Schreibtisch

Sie verzieren Bibelseiten mit Sinnsprüchen, Zeichnungen oder Anmerkungen. Die meisten nutzen dafür Bibeln, die auf den Seiten sehr viel Weißraum enthalten und dadurch auch ausreichend Platz für Illustrationen bieten. Manche malen Bilder, die zu den jeweiligen Geschichten passen, andere markieren für sie wichtige Stellen und highlighten sie mit Ornamenten. Dabei kommen sehenswerte Ergebnisse zustande. Neugierig? Dann schau doch mal bei Sara Laughed oder Pinterest vorbei.

Und ich?

Bei mir ist alles erlaubt. Ich mische verschiedene Methoden, ich schreibe, ich kritzele, ich zeichne, ich klebe allerlei Zeug in meine Hefte. Eines habe ich immer und überall dabei. Darin führe ich meinen Kalender, mache die Terminplanung, schreibe To Do Listen, notiere Gedankensplitter und Ideen und tracke meine Schreiberfolge. Wie gehst du vor? Hinterlasse gerne einen Kommentar und teile deine persönlichen Erfahrungen.

Weiterführende Informationen

Mehr Journaling auf Vollwortkost.

Mehr Beispiele zu den einzelnen Journal Arten findest du auf meinem Pinterest Board Diary Dreams.

Hier findest du mehr Informationen über Bullet Journaling.

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